Standschub Messung

Wer kennt dies nicht? Wie viel Schub bringt die mir vorliegende Motor und Propeller Kombination? Reicht es für mein selbstgebauten Flieger? Selbstverständlich kann man Schätzen oder die Herstellerangaben verwenden – nur sind diese auch stimmig?

Um verlässliche Werte zu ermitteln habe ich mir eine einfache Standschub Messung gebaut. Der Prüfstand wird mit 2 Schraubzwingen an einem Tisch befestigt – eine kleine Digitalwaage erfasst die Schubwerte. Bei der Motoraufnahme habe ich gleich mehrere Lochkreis vorgesehen, damit ich so auch verschiedene Motoren testen kann.

Einen ersten Test habe ich mit einem Torcster A2204/14 mit 1700kV an einem 12 A Regler mit 8043 Propeller und 2S Akku durchgeführt. Gemessen habe ich ein Standschub von 299g – hier sind die Herstellerangaben (300g) absolut passend. Selbstverständlich kann man den Prüfstand noch mit weiteren Messungen erweitern – so würde sich mittels Telemetriedaten Strom, Spannung und Drehzahl gleich auch noch erfassen lassen.

Den Prüfstand habe ich im CAD konstruiert und auf meiner Stepcraft CNC Fräsmaschine hergestellt. Als Material verwendete ich 6mm Pappelsperrholz. Ev. wird das ganze noch etwas stabiler mit Birkensperrholz – werde ich per Gelegenheit ausprobieren.

Falls jemand Interesse an diesem Prüfstand hat, kann ich einen gegen kleines Entgelt herstellen.

Stepcraft mit UCCNC

Meine Stepcraft funktionierte bisher – zusammen mit Mach3 – soweit immer ordentlich (siehe auch mein Post Mach3 unter Windows 10). Mit den letzten Updates von Windows 10 hatte ich jedoch zunehmend Probleme. Abbrüche, Unterbrüche fahren gegen die Soft-Limits und und – alles Zustände die ich bisher nie kannte. Mach3 hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel – gut möglich, dass nicht mehr immer alles rund läuft. Für eine CNC Maschine jedoch denkbar ungünstig.

So evaluierte ich eine neue Steuerungssoftware – in die engere Wahl kam Mach4 und UCCNC – letztere wird von Stepcraft empfohlen.

Der Entscheid viel auf UCCNC, da Profile und Settings für die Stepcraft mitgeliefert werden – Voraussetzung man kauft die Software via Stepcraft bzw. bei Baumberger-Tech in der Schweiz.

Die Bedienung ist sehr ähnlich wie bei Mach3 – d.h. man kommt sehr rasch damit klar. Der G-Code Aufbau ist praktisch identisch, sodass bereits bestehende Fräsdateien weiter verwendet werden können.

Achtet darauf, dass Ihr die aktuellste UCCNC Version verwendet – -ggf. direkt neuste Version von der UCCNC Website herunterladen. Die Version, welche ich auf der CD bekommen habe, hat auf meinem PC eine sehr hohe CPU Last verursacht.

Zwischenzeitlich habe ich rund 2 Dutzend verschiedene Teile gefräst und dies ohne Probleme.

Fazit – der Umstieg auf UCCNC hat sich für mich gelohnt.

Imp aus EPP – Hallenflieger – Indoor

Für die letzte Hallensaison habe ich mir den Imp aus Depron gebaut. Den Bauplan dazu bekommt man via RCGroups Forum. Damit ich den Flieger jederzeit rasch nachbauen kann, habe ich mir den Bauplan ins CAD “geladen” – so ist es mir möglich die Teile auf meiner CNC Fräsmaschine herzustellen. Der Imp aus Depron ging letztes Jahr relativ rasch in die Brüche – es zeigte sich, dass Depron an dieser Stelle suboptimal ist – zu brüchig.

Für diese Saison habe ich mir den Imp aus 6mm EPP RG20 gebaut. Antrieb und Servo habe ich übernommen.

Spannweite: 662 mm
Länge: 602 mm
Gewicht inkl. Akku: ca. 135g

Motor: T-Motor AT2202-32 2’300kV 14,5g
Regler: 10A
Servo’s: 3x Torcster Micro Servo NR-51 5g
Propeller: 6030
Empfänger: DSMX 4-Kanal
Akku: 2s 300mAh

Vertex K8400 3D Drucker der Zweite

Vor knapp einem Jahr habe ich mein erster Vertex K8400 3D Drucker verkauft. Hauptargument für den Verkauf war, dass diesem Drucker eine beheizbare Druckplatte fehlte – ansonsten funktionierte der 3D Drucker einwandfrei. Nach 2 weiteren Versuchen mit anderen 3D Druckern (alle teurer als der K8400) und einigen Monaten ohne Drucker – wollte ich nochmals einen Versuch starten. Zwischenzeitlich gab es einige gute Anleitungen wie der K8400 mit vernünftigen Aufwand mit einer beheizbaren Druckplatte nachgerüstet werden kann.

Ich kaufte also nochmals einen K8400 Bausatz bei brack.ch – bei der Druckplatte entschied ich mich für die Variante welche Jim Conner auf Youtube bzw. Thingiverse vorstellte.

Nebst dem Bausatz, werden folgende Teile zusätzlich benötigt:
– Netzteil 24V (z.B. Mean Well RS150-24) – Kosten ca. CHF30.-
– Power Modul fürs Heizbett (siehe Bild) – Kosten ca. CHF 10.-
– Heizbett 12V/24V MK2B – Kosten ca. CHF 15.-
– 100k Thermistor NTC 3950 Kosten ca. CHF 2.-
– Kabel und Stecker ca. CHF 10.-

Der Aufbau des Druckers erfolgte nach der Online Anleitung von Vellemann – zeitlich muss man einige Stunden einrechnen bis der Drucker aufgebaut ist. Hält man sich strickte an die Anleitung kann eigentlich nichts schief gehen.

Bevor ich die Nachrüstung der Heizplatte einbaute, druckte ich ein paar Testteile um zu sehen ob der Drucker als solches ordentlich funktioniert.

Als Druckmaterial (Filament) verwende ich aktuell die von Velleman – sind zwar etwas teurer als andere Filamente, funktionieren jedoch bestens.

Nachrüstung beheizbare Druckplatte
Als Erstes baute ich das Netzteil und das Power Modul neben dem originalen Netzteil im Sockel des Drucker ein. Mit der Wahl des Mean Well Netzteil passt dies problemlos in den noch vorhandenen Platz. Auch die Bauhöhe ist fast identisch mit dem Druckernetzteil. Das Power Modul positionierte ich so, dass das beiliegende Steuerkabel ohne Änderung am Drucker Board eingesteckt werden konnte.
Das anschliessen der Kabel ist keine grosse Sache – interessant ist auch, dass Druckermainboard sämtliche Anschlüsse bereits vorhält. In der Software/Firmware sind die beiden nötigen Anschlüsse bereits konfiguriert – d.h, es muss nichts geändert werden – “nur” alles anschliessend und schon kann es los gehen.

Selbstverständlich ist die Z-Achse neu zu kalibrieren – der Referenzschalter der Z-Achse muss etwas nach unten verschoben werden – dies geschieht bequem mit der Schraube an der Z-Achse. Der Rest ist wieder gemäss Anleitung.

Die Nachrüstung funktioniert an meinem Drucker einwandfrei – kann ich jedem empfehlen.

Stepcraft 840/2 mit HF-Spindel und Ethernet Smooth Stepper

An der Modellbau-Messe 2013 in Friedrichshafen entdeckte ich die Stepcraft CNC Maschinen. Das Konzept gefiel mir gut, da sich die Maschinen vielseitig einsetzen lassen. Ende 2013 kaufte ich mir eine 420/1, welche ich infolge Nichtgebrauch wieder verkaufte. Zwischenzeitlich habe ich meine Werkstatt etwas “reorganisiert” und will mich  mehrheitlich auf die RC Fliegerei konzentrieren. Damit ich zwischendurch auch wieder Teile herstellen kann – entschied ich mich zum Kauf einer Stepcraft 840/2 mit  HF-Spindel, Heissdrahtschneider und Brennkolben. Der Kauf aller Stepcraft-Komponenten erfolgte bei Baumberger-Tech.

Zusammenbau:
Mittels guter Bauanleitung lässt sich die Maschine problemlos zusammensetzen. Einige Details wurden bei der Version 2 der Stepcraft Maschinen verbessert – z.B. Spindel der Achsen, welche nun deutlich grösser ausfallen – die Führung der Kabel wurde in die Maschine verlegt und noch weitere kleinere Details.

Steuerung der Maschine mit Mach3:
Die 840er habe ich in der Ausführung mit Parallel-Port bestellt – dies mit der Absicht “wieder” Mach3 als Steuersoftware einzusetzen. Mit Mach3 war ich bis anhin sehr zufrieden und ich komme auch gut zurecht. Mit der Konfiguration von Mach3 startete ich mittels einer Konfigurations-Datei aus dem Stepcraft-Forum – dies klappte soweit ganz gut, bis auf die Ansteuerung der HF-Spindel. Die wollte einfach nicht – nach Rücksprache mit Hr. Baumberger habe ich die eine oder andere Möglichkeit ausprobiert, jedoch ohne Erfolg. Die Spindel konnte ich zwar einschalten – lief aber direkt mit voller Drehzahl los. Also weiter Forum und Internet durchforsten – so wirklich fündig nach meinem Problem wurde ich nicht. Die Kombination Stepcraft mit HF Spindel, Mach3 und Ethernet Smooth Stepper haben offensichtlich nicht viele.

In der beiliegende Datei habe ich meine Konfiguration dokumentiert. Stepcraft 840-2 Mach3 Konfiguration – Konfiguration als XML Datei STEPCRAFT840v2 XML

 

Schneidplotter Silhouette Cameo vs. Portrait

Eher zufällig bin ich über einen Schneidplotter der Firma Silhouette “gestolpert”. Ich suchte nach einer Möglichkeit relativ einfach, mit vernünftigen Aufwand und mit akzeptablen Kosten Airbrush Vorlagen (Maskierungen) zu schneiden. Die Firma Silhouette bietet verschiedene Modelle an u.a. den Portrait und Cameo. Schneidplotter sind i.d.R. relativ teuer – mit etwas Skepsis bestellte ich mir den kleinen Portait um etwas zu testen. Erstaunt war ich mit den ersten Ergebnissen – Software Silhouette Studio installieren, Plotter via USB anschliessen und fertig. Getestet habe ich mit Oramask 810 und Stufe 2 des Schneidmessers. Schriften wurden “einfach” geschnitten. Also eine etwas schwierigere Aufgabe -> Gulf Logo in der Grösse von ca. 35 mm Durchmesser – hier kam der Portrait an seine Grenzen – die kleinsten Details wurden nicht wirklich sauber ausgeschnitten – der Rest jedoch einwandfrei. So schnitt ich weitere Konturen für meine Airbrush “Gehversuche” und wurde immer positiv überrascht. Auch Papier mittels beliegender Schnittmatte konnte geschnitten werden – hier zeigte sich, dass die Haftung der beiliegenden Matte viel stark ist – das ablösen funktionierte nicht – Papier zerriss.
Da ich jedoch mehr auf Maskierfolie und “normale” Folien fokussiert bin stört mich dieser Aspekt nicht weiter. Auf der Suche nach Folien stellte ich fest, dass Folien mit verschiedener Breite angeboten werden, nur nicht solche die in den Portrait passen.
So entschloss ich mich den Portrait wieder zu verkaufen und bestellte mir den Cameo 2.
Die Silhouette Studio Software bleibt die gleiche, der Rollenhalter passt auch da und die Schneidmesser sind ebenfalls dieselben – also alles Zubehör welches ich bereits gekauft habe kann für den Cameo weiterverwendet werden. Der Cameo 2 bietet nebst der grösseren Breite auch noch Plotten ab USB Stick – die Anpressrollen können verstellt werden, damit verschiedene “Schneidobjekte” reinpassen. Der Preis des Cameo ist einiges höher als beim Portrait – jeder soll sich gut überlegen nicht gleich auf das grössere Modell zu setzen. Auf jeden Fall kann ich beide Modelle weiter empfehlen.

Schwerpunktewaage für Modellflieger

Nach dem Umzug meiner Werkstatt, wollte ich meine Portalfräsmaschine “testen” und suchte ein geeignetes Objekt. Auf flywood.de wurde ich fündig und kaufte einen Bauplan um eine Schwerpunktwaage zu bauen. Der Bauplan kommt u.a. als DXF Datei daher, was eine optimale Ausgangslage darstellt, um rasch fräsen zu können.

Alle Teile konnte ich problemlos an einem Abend fräsen – Material 6mm Sperrholz.

Und so sieht die fertige Schwerpunktwaage aus

Weiter wird ein Alurohr 12x1mm von 1m Länge benötigt – 4 Stk. Schrauben M6x35 – 4 Stk. M6 Flügelmuttern sowie 4 Stk. M6 U-Scheiben