Vertex K8400 3D Drucker der Zweite

Vor knapp einem Jahr habe ich mein erster Vertex K8400 3D Drucker verkauft. Hauptargument für den Verkauf war, dass diesem Drucker eine beheizbare Druckplatte fehlte – ansonsten funktionierte der 3D Drucker einwandfrei. Nach 2 weiteren Versuchen mit anderen 3D Druckern (alle teurer als der K8400) und einigen Monaten ohne Drucker – wollte ich nochmals einen Versuch starten. Zwischenzeitlich gab es einige gute Anleitungen wie der K8400 mit vernünftigen Aufwand mit einer beheizbaren Druckplatte nachgerüstet werden kann.

Ich kaufte also nochmals einen K8400 Bausatz bei brack.ch – bei der Druckplatte entschied ich mich für die Variante welche Jim Conner auf Youtube bzw. Thingiverse vorstellte.

Nebst dem Bausatz, werden folgende Teile zusätzlich benötigt:
– Netzteil 24V (z.B. Mean Well RS150-24) – Kosten ca. CHF30.-
– Power Modul fürs Heizbett (siehe Bild) – Kosten ca. CHF 10.-
– Heizbett 12V/24V MK2B – Kosten ca. CHF 15.-
– 100k Thermistor NTC 3950 Kosten ca. CHF 2.-
– Kabel und Stecker ca. CHF 10.-

Der Aufbau des Druckers erfolgte nach der Online Anleitung von Vellemann – zeitlich muss man einige Stunden einrechnen bis der Drucker aufgebaut ist. Hält man sich strickte an die Anleitung kann eigentlich nichts schief gehen.

Bevor ich die Nachrüstung der Heizplatte einbaute, druckte ich ein paar Testteile um zu sehen ob der Drucker als solches ordentlich funktioniert.

Als Druckmaterial (Filament) verwende ich aktuell die von Velleman – sind zwar etwas teurer als andere Filamente, funktionieren jedoch bestens.

Nachrüstung beheizbare Druckplatte
Als Erstes baute ich das Netzteil und das Power Modul neben dem originalen Netzteil im Sockel des Drucker ein. Mit der Wahl des Mean Well Netzteil passt dies problemlos in den noch vorhandenen Platz. Auch die Bauhöhe ist fast identisch mit dem Druckernetzteil. Das Power Modul positionierte ich so, dass das beiliegende Steuerkabel ohne Änderung am Drucker Board eingesteckt werden konnte.
Das anschliessen der Kabel ist keine grosse Sache – interessant ist auch, dass Druckermainboard sämtliche Anschlüsse bereits vorhält. In der Software/Firmware sind die beiden nötigen Anschlüsse bereits konfiguriert – d.h, es muss nichts geändert werden – “nur” alles anschliessend und schon kann es los gehen.

Selbstverständlich ist die Z-Achse neu zu kalibrieren – der Referenzschalter der Z-Achse muss etwas nach unten verschoben werden – dies geschieht bequem mit der Schraube an der Z-Achse. Der Rest ist wieder gemäss Anleitung.

Die Nachrüstung funktioniert an meinem Drucker einwandfrei – kann ich jedem empfehlen.